Online-Business & Marketing im Check
Das Goldgräber Prinzip - das Angebot im Check
Ein Kurs über den Aufbau eines eigenen Partnerprogramms, beworben mit 67 Euro statt 147 Euro. Das Bestellformular verlangt 79,73 Euro, weil die Mehrwertsteuer auf der Seite nirgends genannt wird, und gewährt null Tage Rückgabe.
Lieber nicht
Der Kurs behandelt ein reales und sinnvolles Thema. Wer digitale Produkte verkauft, kann tatsächlich mehr erreichen, indem er andere am Verkauf beteiligt, statt Anzeigen zu schalten. Drei Punkte sprechen dagegen. Erstens der Preis: Die Seite nennt durchgehend 67 Euro, das Bestellformular verlangt 79,73 Euro, weil die Mehrwertsteuer erst dort auftaucht. Bei einem Angebot, das sich erkennbar auch an Privatpersonen richtet, gehört der Bruttopreis auf die Seite. Zweitens die Rückgabefrist von null Tagen: Wer feststellt, dass der Kurs nicht hält, was er verspricht, hat kein vertragliches Rückgaberecht. Drittens die Modulwerte. Vier Module werden mit Einzelbeträgen von 149, 199 und 99 Euro ausgewiesen, die zusammen ein Vielfaches des Verkaufspreises ergeben. Diese Beträge existieren nirgends als tatsächliche Preise; sie dienen dazu, die 67 Euro klein wirken zu lassen. Der Zähler auf der Seite startet zudem bei jedem Aufruf neu.
- Preis
- 79,73 €
- Zahlung
- Einmalzahlung, inkl. MwSt.
- Passt zu
- Wer bereits ein eigenes digitales Produkt verkauft und ein Partnerprogramm aufbauen will, den Bruttopreis kennt und auf eine Rückgabemöglichkeit verzichten kann
- Passt nicht zu
- Wer noch kein Produkt hat, das andere verkaufen könnten, oder wer auf eine Rückgabemöglichkeit angewiesen ist
Das Goldgräber Prinzip auf einen Blick
Das Goldgräber Prinzip trägt die Digistore24-Nummer 641368 und stammt von Eugen Grinschuk. Der Kurs behandelt, wie man andere Menschen dazu bringt, die eigenen Produkte zu verkaufen, also den Aufbau eines Partnerprogramms, und besteht laut Beschreibung aus vier Modulen mit jeweils angegebenen Einzelwerten von 149, 199 und 99 Euro sowie Vorlagen. Die Verkaufsseite bewirbt ihn durchgehend mit 67 Euro statt bisher 147 Euro und trägt einen Zähler mit der Zeile Letzte Chance, spare über 57 Prozent, Angebot endet in. Im Quelltext trägt dieser Zähler eine relative Dauer von zwei Tagen, neun Stunden und siebzehn Minuten und beginnt damit bei jedem Aufruf neu. Das Bestellformular verlangt am Prüftag 79,73 Euro, also 67 Euro netto zuzüglich 12,73 Euro Mehrwertsteuer; die Seite erwähnt die Steuer nicht. Alternativ bietet das Formular zwei Zahlungen zu 46,41 Euro an, zusammen 92,82 Euro und damit 13,09 Euro Aufschlag. Die Rückgabefrist beträgt null Tage.
- Format
- Digitaler Kurs in vier Modulen mit Vorlagen, sofortiger Zugang nach dem Kauf
- Thema
- Aufbau eines Partnerprogramms: andere Menschen für den Verkauf der eigenen Produkte gewinnen
- Beworbener Preis
- 67 € statt 147 € auf der Verkaufsseite, ohne Angabe der Mehrwertsteuer
- Tatsächlicher Preis
- 79,73 € im Bestellformular, also 67,00 € netto plus 12,73 € Mehrwertsteuer
- Ratenzahlung
- Zwei Zahlungen zu 46,41 €, zusammen 92,82 €, also 13,09 € Aufschlag
- Angegebene Modulwerte
- 149 €, 199 € und 99 € für einzelne Module; diese Beträge existieren nirgends als tatsächliche Preise
- Countdown
- Relative Dauer von zwei Tagen und neun Stunden im Quelltext, kein festes Enddatum
- Rückgabe
- 0 Tage laut Bestellformular
- Anbieter
- Eugen Grinschuk; das Angebot läuft über dieselbe Händlerkennung wie weitere Kurse dieses Anbieters
- Vertragspartner
- Digistore24 GmbH als Verkäufer und Reseller
- Digistore24-ID
- 641368
67 Euro auf der Seite, 79,73 Euro an der Kasse
Die Verkaufsseite nennt den Preis mindestens viermal: nur für kurze Zeit statt 147 Euro nur einmalig 67 Euro. Ja, will den Zugang haben, aktuell für nur einmalig 67 Euro. Das alles für nur einmalig 67 Euro statt wie bisher für 147 Euro.
An keiner dieser Stellen steht ein Hinweis auf die Mehrwertsteuer. Das Bestellformular zu Produkt 641368 verlangt 79,73 Euro, also 67 Euro netto zuzüglich 12,73 Euro Mehrwertsteuer.
Wer sich auf die Seite verlässt, zahlt 12,73 Euro mehr als erwartet. Bei einem Angebot, das sich erkennbar auch an Privatpersonen richtet, gehört der Bruttopreis auf die Seite.
Für die Preisehrlichkeit vergeben wir 3,5. Der Nettobetrag stimmt, aber der Preis, den ein Verbraucher zahlt, steht nirgends.
Modulwerte, die es nicht gibt
Die Produktbeschreibung führt vier Module mit Einzelwerten auf: Modul 1 mit 149 Euro, Modul 2 mit 199 Euro, Modul 3 mit 99 Euro, dazu bewährte Vorlagen.
Diese Beträge ergeben zusammen ein Vielfaches des Verkaufspreises. Sie existieren allerdings nirgends als tatsächliche Preise: Die Module werden nicht einzeln verkauft, es gibt also keinen Markt, an dem sich diese Werte messen ließen.
Dasselbe Muster haben wir in diesem Prüfdurchgang mehrfach gefunden, mit Beträgen von 499 bis über 6.000 Euro. Es dient dazu, den Verkaufspreis im Vergleich klein wirken zu lassen.
Der Zähler auf der Seite verstärkt das: Letzte Chance, spare über 57 Prozent, Angebot endet in. Im Quelltext trägt er eine relative Dauer von zwei Tagen und neun Stunden und beginnt bei jedem Aufruf neu.
Das Thema selbst ist sinnvoll
Inhaltlich geht es darum, andere Menschen dafür zu gewinnen, die eigenen Produkte zu verkaufen, und dafür eine Beteiligung zu zahlen. Das ist ein etabliertes Modell, und der Kurs verspricht, wie man passende Partner findet und für sich gewinnt.
Der Gedanke, statt Anzeigen zu schalten lieber andere am Erfolg zu beteiligen, ist für kleine Anbieter tatsächlich oft der bessere Weg: Die Kosten fallen erst an, wenn ein Verkauf zustande kommt.
Voraussetzung ist allerdings ein eigenes Produkt, das jemand verkaufen möchte. Wer noch nichts hat, kann mit diesem Kurs nichts anfangen, und die Seite sagt das nicht.
Was ebenfalls fehlt, ist der Umfang: Weder die Zahl der Lektionen noch die Gesamtlaufzeit werden genannt. Für die Angebotsklarheit vergeben wir 5,5.
Null Tage Rückgabe und die Ratenzahlung
Die Rückgabefrist im Bestellformular beträgt null Tage. Es bleibt allein das gesetzliche Widerrufsrecht, das bei digitalen Sofortzugängen mit der ausdrücklichen Zustimmung des Käufers erlöschen kann.
Wer trotzdem kaufen will, sollte im Formular sehr genau lesen, welchem Punkt er zustimmt, und den Zugang nicht sofort nutzen, falls er sich die Rückabwicklung offenhalten möchte.
Die Ratenzahlung besteht aus zwei Zahlungen zu 46,41 Euro und ergibt 92,82 Euro. Das sind 13,09 Euro Aufschlag gegenüber der Einmalzahlung, ein Hinweis darauf steht nur im Formular.
Geprüft haben wir am Prüftag Kauflink, Verkaufsseite samt Quelltext des Zählers und Bestellformular mit Lieferland Deutschland.
Pro und Contra
Was überzeugt
- Das Thema Partnerprogramm ist ein etabliertes und für kleine Anbieter sinnvolles Modell
- Die vier Module und die Vorlagen sind benannt
- Der Nettobetrag von 67 € entspricht dem, was das Formular als Nettopreis führt
- Die Mehrwertsteuer wird im Bestellformular korrekt mit 12,73 € ausgewiesen
- Sofortiger Zugang nach dem Kauf
- Kein Abonnement und kein vorausgewähltes Zusatzprodukt im Formular
Was nicht überzeugt
- Die Verkaufsseite nennt viermal 67 €, das Bestellformular verlangt 79,73 €
- Die Mehrwertsteuer wird auf der Verkaufsseite nirgends erwähnt
- Die Rückgabefrist beträgt 0 Tage
- Die Modulwerte von 149, 199 und 99 € existieren nirgends als tatsächliche Preise
- Der Zähler auf der Seite startet bei jedem Aufruf neu
- Die Ratenzahlung kostet 13,09 € Aufschlag
- Wer noch kein eigenes Produkt hat, kann den Kurs nicht anwenden
Häufige Fragen zu Das Goldgräber Prinzip
Was kostet Das Goldgräber Prinzip wirklich?
79,73 Euro laut Digistore24-Bestellformular zu Produkt 641368. Das sind die beworbenen 67 Euro netto zuzüglich 12,73 Euro Mehrwertsteuer, die die Verkaufsseite nicht erwähnt.
Gibt es eine Rückgabemöglichkeit?
Nein. Das Bestellformular weist 0 Tage Rückgabefrist aus. Es bleibt allein das gesetzliche Widerrufsrecht, das bei digitalen Sofortzugängen erlöschen kann.
Worum geht es in dem Kurs?
Um den Aufbau eines Partnerprogramms: wie man andere Menschen dafür gewinnt, die eigenen Produkte zu verkaufen, und wie man sie unterstützt. Das setzt ein eigenes Produkt voraus.
Stimmen die angegebenen Modulwerte?
Die Beträge von 149, 199 und 99 Euro existieren nirgends als tatsächliche Preise. Die Module werden nicht einzeln verkauft, es gibt also keinen Marktpreis, an dem sich die Werte messen ließen.
Läuft das Angebot wirklich ab?
Nein. Der Zähler trägt im Quelltext eine relative Dauer von zwei Tagen und neun Stunden statt eines Enddatums und beginnt bei jedem Aufruf von neuem.
Was kostet die Ratenzahlung?
Zwei Zahlungen zu 46,41 Euro, zusammen 92,82 Euro. Das sind 13,09 Euro mehr als die Einmalzahlung. Der Hinweis darauf steht nur im Bestellformular.
Das Fazit
Der Kurs behandelt ein reales und sinnvolles Thema. Wer digitale Produkte verkauft, kann tatsächlich mehr erreichen, indem er andere am Verkauf beteiligt, statt Anzeigen zu schalten. Drei Punkte sprechen dagegen. Erstens der Preis: Die Seite nennt durchgehend 67 Euro, das Bestellformular verlangt 79,73 Euro, weil die Mehrwertsteuer erst dort auftaucht. Bei einem Angebot, das sich erkennbar auch an Privatpersonen richtet, gehört der Bruttopreis auf die Seite. Zweitens die Rückgabefrist von null Tagen: Wer feststellt, dass der Kurs nicht hält, was er verspricht, hat kein vertragliches Rückgaberecht. Drittens die Modulwerte. Vier Module werden mit Einzelbeträgen von 149, 199 und 99 Euro ausgewiesen, die zusammen ein Vielfaches des Verkaufspreises ergeben. Diese Beträge existieren nirgends als tatsächliche Preise; sie dienen dazu, die 67 Euro klein wirken zu lassen. Der Zähler auf der Seite startet zudem bei jedem Aufruf neu.
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