Software & Technik im Check
Swing Catcher Signal-Indikator für TradingView - das Angebot im Check
Ein TradingView-Indikator für 350 € einmalig, der mehrfache Einstiege in dieselbe Trendrichtung markiert und dessen Dashboard die profitabelsten Einstellungen der Vergangenheit ausrechnet - ein Rückspiegel, der auf der Verkaufsseite wie ein Ausblick klingt.
Mit Vorbehalt
Handwerklich ist das ein sauberes Angebot: eine Einmalzahlung ohne Folgekosten, kein Zusatzprodukt im Warenkorb, kein Countdown, ein Anbieter mit vollständigem Handelsregisterauszug und sechs Videos, die die Funktionen vor dem Kauf zeigen. Zwei Dinge halten die Bewertung zurück. Der Preis von 350 € steht nirgends auf der Verkaufsseite, sondern erst im Bestellformular; wer wissen will, was das Werkzeug kostet, muss den Kaufvorgang starten. Und das Herzstück der Werbung ist ein Denkfehler: Ein Dashboard, das ausrechnet, welche Einstellung in der Vergangenheit am profitabelsten gewesen wäre, beschreibt einen Rückspiegel. Auf der Seite klingt es wie eine Zusage für kommende Trades. Wer den Indikator als Chartwerkzeug kauft und die Optimierungsfunktion als das nimmt, was sie ist, macht nichts falsch.
- Preis
- 350,00 €
- Zahlung
- Einmalzahlung, inkl. MwSt.
- Passt zu
- TradingView-Nutzer, die ein zusätzliches Signalwerkzeug einmalig kaufen wollen und mit Backtest-Optimierung umgehen können
- Passt nicht zu
- Wer eine automatische Handelsstrategie erwartet, wer den Preis vor dem Kaufvorgang sehen will oder wer ohne TradingView-Konto arbeitet
Swing Catcher Signal-Indikator für TradingView auf einen Blick
Der Swing Catcher ist ein Indikator, der als eingeladenes Skript in ein bestehendes TradingView-Konto freigeschaltet wird. Er markiert Einstiegssignale und ist laut Anbieter der einzige Indikator, der mehrfache Re-Entry-Signale in dieselbe Trendrichtung liefert, bis zu zwanzig in einem Trend. Dazu kommen ein Performance-Dashboard, das die fünf profitabelsten Einstellungen je Markt und Zeitrahmen berechnet, eine automatische Volumendarstellung, frei konfigurierbare Parameter und Alarme per E-Mail oder Push. Sechs Erklärvideos begleiten Installation und Einstellungen. Verkauft wird der Indikator von der Kagels Trading GmbH als Einmalzahlung von 350 €, ausdrücklich ohne Abonnement.
- Format
- Indikator als eingeladenes Skript in TradingView, keine eigenständige Software
- Voraussetzung
- TradingView-Konto; die kostenlose Basisversion genügt laut Anbieter, mit Einschränkungen
- Funktionen
- Re-Entry-Signale in Trendrichtung, Performance-Dashboard, Auto-Volumen, Alarme, frei einstellbare Parameter
- Material
- 6 Erklärvideos zu Installation, Einstellungen, Signalen, Volumen, Alarmen und häufigen Fragen
- Auslieferung
- Manuelle Freischaltung auf den angegebenen TradingView-Benutzernamen innerhalb von 24 bis 48 Stunden
- Zahlung
- 350 € einmalig, kein Abo, keine Folgezahlung
- Mehrwertsteuer
- 55,88 € zum Regelsatz von 19 Prozent
- Widerruf
- 14 Tage laut Bestellformular; die Beschreibung nennt zusätzlich eine 14-Tage-Geld-Garantie
- Vertragspartner
- Digistore24 GmbH als Verkäufer und Reseller
- Anbieter
- Kagels Trading GmbH, Berlin
- Digistore24-ID
- 309651
Ein Skript im fremden Konto, kein Programm auf dem eigenen Rechner
Der Swing Catcher ist kein Download. Er ist ein Skript, das der Anbieter in der Chartplattform TradingView für einen bestimmten Benutzernamen freischaltet. Der Käufer trägt seinen TradingView-Namen im Bestellformular ein, der Anbieter gibt das Skript nach eigener Angabe innerhalb von 24 bis 48 Stunden frei, danach erscheint es unter den eingeladenen Skripten.
Daraus folgen zwei Dinge, die vor dem Kauf klar sein sollten. Erstens: Ohne TradingView-Konto ist der Indikator wertlos. Der Anbieter sagt, die kostenlose Basisversion genüge, weist aber auf Einschränkungen hin, ohne sie zu benennen; in der Praxis betreffen sie unter anderem die Zahl gleichzeitiger Indikatoren und die Alarme. Zweitens: Der Zugang hängt an einem Konto bei einem dritten Unternehmen. Wer dort den Namen ändert oder das Konto verliert, muss sich an den Anbieter wenden.
Funktional bietet das Skript Einstiegssignale, ein Dashboard mit Einstellungsvorschlägen, eine automatische Volumendarstellung, freie Farb- und Parameterwahl sowie Alarme per E-Mail oder Push. Sechs Erklärvideos sind auf der Verkaufsseite eingebettet und vor dem Kauf ansehbar, was den Umfang besser einschätzbar macht als eine bloße Funktionsliste.
Eine kleine Unstimmigkeit am Rande, die zeigt, wie genau die Texte gepflegt werden: Die Produktbeschreibung im Bestellformular verspricht eine Installation in zwei Klicks, die Verkaufsseite nennt an zwei Stellen drei Klicks.
Das Dashboard rechnet rückwärts, die Werbung verspricht vorwärts
Der stärkste Werbepunkt der Seite ist das Performance-Dashboard. Es berechnet nach Angabe des Anbieters automatisch die fünf profitabelsten Indikator-Einstellungen für jeden Markt und jeden Zeitrahmen, damit der Nutzer immer die richtige Einstellung verwendet.
Was eine solche Funktion technisch tun kann, ist begrenzt und eindeutig: Sie prüft historische Kursdaten und sucht die Parameter, mit denen der Indikator in der Vergangenheit die besten Ergebnisse gezeigt hätte. Das ist eine Optimierung auf bekannte Daten. Sie sagt nichts darüber, welche Einstellung morgen funktioniert, und je mehr Parameter durchprobiert werden, desto größer ist die Gefahr, dass die beste gefundene Kombination nur den Zufall der Vergangenheit abbildet. In der Fachsprache heißt das Überanpassung.
Der Anbieter erklärt das nicht. Auf der Seite steht die profitabelste Einstellung ohne Zeitform und ohne Einschränkung, und daneben Sätze wie ein wahres Meisterwerk, vermutlich der beste Signal-Indikator für TradingView und Gewinne übertreffen herkömmliche Indikatoren bei Weitem. Ein Käufer, der die Optimierung für eine Gewinnzusage hält, wurde nicht getäuscht, aber auch nicht aufgeklärt.
Dasselbe gilt für das zentrale Alleinstellungsmerkmal, die Re-Entry-Signale mit bis zu zwanzig Einstiegen in einer Trendrichtung. Mehr Einstiege bedeuten mehr Positionen, mehr Gebühren und mehr Risiko, wenn der Trend dreht. Der Werbetext nennt nur die Multiplikation der Gewinne.
350 Euro, sichtbar erst im Warenkorb
Wir haben das Digistore24-Bestellformular zu Produkt 309651 am Prüftag mit Lieferland Deutschland geöffnet. Es verlangt 350,00 € brutto, darin 55,88 € Mehrwertsteuer zum Regelsatz, netto 294,12 €. Die Abrechnungsart ist eine Einmalzahlung, es gibt kein Abonnement und keine Folgezahlung. Die Beschreibung sagt das mit einem eigenen Hinweis am Ende ausdrücklich.
Ein Zusatzprodukt im Warenkorb existiert nicht, der nicht rabattierte Betrag ist mit dem Rechnungsbetrag identisch, einen Countdown haben wir auf der Verkaufsseite nicht gefunden. Das Bestellformular ist damit sauber.
Der Kritikpunkt liegt davor. Wir haben die gesamte Verkaufsseite nach dem Preis durchsucht und ihn nicht gefunden: kein Betrag, keine Preisbox, kein Hinweis auf die Größenordnung. Wer wissen will, was der Indikator kostet, muss auf einen Kaufknopf klicken und im Bestellformular landen. Beim Schwesterprodukt desselben Anbieters, einem anderen TradingView-Indikator zum gleichen Preis, steht der Preis dagegen auf der Seite. Das ist der Unterschied, der hier die Note kostet.
Zur Rückgabe: Das Bestellformular führt 14 Tage Widerruf. Die Produktbeschreibung spricht zusätzlich von einer 14-Tage-Geld-Garantie. Beide Fristen sind gleich lang, eine darüber hinausgehende Zusage gibt es also nicht. Weil die Freischaltung manuell in 24 bis 48 Stunden erfolgt, verkürzt sich die tatsächliche Prüfzeit im schlechtesten Fall auf zwölf Tage.
Angebotsprüfung, keine Anlageberatung
Wir prüfen das Angebot, nicht die Handelsergebnisse. Wir haben den Indikator nicht gekauft, nicht installiert und nicht getestet, und wir geben ausdrücklich keine Anlageberatung.
Ein Indikator ist ein Rechenverfahren auf Kursdaten. Er trifft keine Entscheidung, übernimmt kein Risiko und garantiert kein Ergebnis. Wer seinen Signalen mit gehebelten Produkten folgt, kann sein eingesetztes Kapital vollständig verlieren; der Anbieter selbst stellt den ausführlichen CFD-Risikohinweis an den Fuß jeder Seite.
Geprüft haben wir am Prüftag den Kauflink, die Verkaufsseite samt Videobeschreibungen und häufigen Fragen, das Impressum sowie das Digistore24-Bestellformular zu Produkt 309651 mit Lieferland Deutschland.
Pro und Contra
Was überzeugt
- Einmalzahlung von 350 € ohne Abo und ohne Folgekosten, im Bestellformular ausdrücklich bestätigt
- Sechs Erklärvideos zeigen Installation, Einstellungen und Funktionen bereits vor dem Kauf
- Funktionsumfang detailliert beschrieben: Re-Entry-Signale, Dashboard, Auto-Volumen, Alarme, freie Parameter
- Läuft laut Anbieter auch mit der kostenlosen TradingView-Basisversion
- Kein Zusatzprodukt im Warenkorb, kein Countdown und kein durchgestrichener Vergleichspreis
- Vollständiges Impressum mit Handelsregisternummer, USt-IdNr. und Telefonnummer in Berlin
- Ausführlicher Risikohinweis im Fuß jeder Seite
- Häufige Fragen beantworten Zugang, Voraussetzungen und Nutzung konkret
Was nicht überzeugt
- Der Preis von 350 € steht nirgends auf der Verkaufsseite, sondern erst im Bestellformular
- Das Performance-Dashboard optimiert auf Vergangenheitsdaten, wird aber wie eine Aussage über künftige Gewinne dargestellt
- Werbeaussagen wie vermutlich der beste Signal-Indikator und ein wahres Meisterwerk ohne jede Prüfgrundlage
- Bis zu zwanzig Einstiege in eine Richtung bedeuten auch mehr Gebühren und mehr Risiko beim Trendwechsel - das steht nicht dabei
- Freischaltung manuell in 24 bis 48 Stunden, was die nutzbare Widerrufszeit verkürzt
- Zugang hängt an einem Konto bei einem dritten Unternehmen, ohne das der Kauf wertlos ist
- Die Einschränkungen der kostenlosen TradingView-Version werden erwähnt, aber nicht benannt
- Bestellbeschreibung nennt zwei Klicks für die Installation, die Verkaufsseite drei
Häufige Fragen zu Swing Catcher Signal-Indikator für TradingView
Was kostet der Swing Catcher?
350,00 € einmalig laut Digistore24-Bestellformular, darin 55,88 € Mehrwertsteuer. Es gibt kein Abo und keine Folgezahlung. Auf der Verkaufsseite selbst ist der Preis nicht zu finden; er erscheint erst, wenn man den Kaufvorgang startet.
Brauche ich TradingView?
Ja. Der Indikator ist ein eingeladenes Skript innerhalb von TradingView und funktioniert nur dort. Der Anbieter sagt, die kostenlose Basisversion genüge, verweist aber auf Einschränkungen, die er nicht im Einzelnen nennt.
Wie schnell bekomme ich Zugang?
Nicht sofort. Man trägt beim Kauf seinen TradingView-Benutzernamen ein, die Freischaltung erfolgt laut Anbieter manuell innerhalb von 24 bis 48 Stunden. Von der 14-tägigen Widerrufsfrist bleiben dadurch praktisch zwölf bis dreizehn Tage zum Ausprobieren.
Was macht das Performance-Dashboard genau?
Es berechnet laut Anbieter die fünf profitabelsten Einstellungen je Markt und Zeitrahmen. Technisch ist das eine Auswertung historischer Kursdaten. Sie zeigt, welche Parameter in der Vergangenheit am besten gewesen wären, und ist keine Aussage darüber, was künftig funktioniert.
Was sind Re-Entry-Signale?
Signale für einen erneuten Einstieg in dieselbe Trendrichtung, laut Anbieter bis zu zwanzig in einem Trend. Das erhöht die Zahl der Positionen. Der Werbetext nennt die Gewinnseite; die Kehrseite sind zusätzliche Gebühren und ein größerer Schaden, wenn der Trend dreht.
Gibt es eine Geld-zurück-Garantie?
Die Produktbeschreibung nennt eine 14-Tage-Geld-Garantie, das Bestellformular führt eine Widerrufsfrist von 14 Tagen. Beide Fristen sind gleich lang, eine zusätzliche freiwillige Garantie gibt es also nicht.
Ist der Indikator eine automatische Handelsstrategie?
Nein. Er zeichnet Signale in den Chart und kann Alarme auslösen. Order muss der Nutzer selbst aufgeben, und Positionsgröße, Hebel und Risiko bleiben seine Entscheidung.
Habt ihr den Indikator selbst benutzt?
Nein. Wir haben ihn nicht gekauft und nicht installiert. Über die Signalqualität sagen wir nichts und geben keine Anlageberatung. Geprüft haben wir Kauflink, Verkaufsseite, Impressum und das Digistore24-Bestellformular zu Produkt 309651 mit Lieferland Deutschland.
Das Fazit
Handwerklich ist das ein sauberes Angebot: eine Einmalzahlung ohne Folgekosten, kein Zusatzprodukt im Warenkorb, kein Countdown, ein Anbieter mit vollständigem Handelsregisterauszug und sechs Videos, die die Funktionen vor dem Kauf zeigen. Zwei Dinge halten die Bewertung zurück. Der Preis von 350 € steht nirgends auf der Verkaufsseite, sondern erst im Bestellformular; wer wissen will, was das Werkzeug kostet, muss den Kaufvorgang starten. Und das Herzstück der Werbung ist ein Denkfehler: Ein Dashboard, das ausrechnet, welche Einstellung in der Vergangenheit am profitabelsten gewesen wäre, beschreibt einen Rückspiegel. Auf der Seite klingt es wie eine Zusage für kommende Trades. Wer den Indikator als Chartwerkzeug kauft und die Optimierungsfunktion als das nimmt, was sie ist, macht nichts falsch.
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