Werbehinweis: Diese Seite enthält Affiliate-Links. Kaufst du darüber, erhalten wir eine Provision. So funktioniert das

Checkliste

Einkommens-Screenshots: Warum sie nichts über dich sagen

Ein Screenshot mit Provisionen zeigt, was ein Anbieter an einem Tag eingenommen hat. Er zeigt nicht, womit, wie oft und ob irgendein Käufer dasselbe erreicht hat. Genau diese Lücke nutzen viele Verkaufsseiten.

Einkommens-Screenshots: Warum sie nichts über dich sagen

Was zeigt ein Einnahme-Screenshot wirklich?

Einen Ausschnitt aus dem Konto des Verkäufers, ausgewählt vom Verkäufer.

Ein Screenshot kann echt sein und trotzdem nichts über deine Chancen sagen. Er zeigt einen günstigen Tag, nicht den Durchschnitt. Er zeigt Einnahmen, nicht die Ausgaben für Werbung. Und oft stammen die Provisionen aus dem Verkauf genau des Kurses, den du gerade kaufen sollst.

In der Kategorie Online-Business haben wir 818 Angebote bewertet, 85 davon tragen unser Urteil „Lohnt sich“. Einkommensversprechen sind der häufigste Grund für Abzüge. Wie Werbeaussagen über zu erwartende Ergebnisse rechtlich einzuordnen sind, regelt das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb.

1. Hat der Screenshot etwas mit dem Produkt zu tun?

Oft nicht, und manchmal sagt die Seite das fast selbst.

Das kostenlose Digistore24 Cheat Sheet erklärt Partnerlinks und zeigt darunter Einnahmen-Screenshots mit der Überschrift Resultate sind tägliche Einnahmen wie diese, ohne jeden Bezug zum Inhalt. Beim 1-Klick Copy-Paste 100K Business für 197 Euro belegen Screenshots täglicher Einnahmen das Versprechen, man könne ein Jahr lang die Füße hochlegen. Einen Zusammenhang zu Käufern dieses Produkts gibt es nicht, und das Formular nennt keine Rückgabefrist.

Frag dich bei jedem Screenshot: Womit wurde dieses Geld verdient? Wenn die Seite darauf keine Antwort gibt, ist das Bild Stimmung, kein Beleg.

2. Wie viele Käufer verdienen etwas?

Diese Zahl fehlt fast immer, und sie ist die einzige, die zählt.

Die 246-Euro-am-Tag-Methode zeigt als Belege 463 Euro Provision aus zwei E-Mails an zwei Tagen und 246 Euro Aboprovision an einem Tag. Worin die Methode besteht, verrät die Seite nicht. Sie kostet 0 Euro und dient als Einstieg in weitere Angebote.

Cash Maximus wirbt mit 729 Euro Verdienst über Nacht und verlangt 497 Euro bei 0 Tagen Rückgabe, in Raten 567 Euro. Es fehlt jede Angabe, wie viele Menschen das Produkt gekauft haben und wie viele davon überhaupt Einnahmen erzielten. Mehr Muster zeigt unser Ratgeber zu Online-Geld-Verdienen-Kursen.

3. Passen die Zahlen zusammen?

Wer drei verschiedene Monatseinkommen nennt, hat keins belegt.

Bei Cashflow Magic nennt der Anbieter einmal 30 bis 50 Tausend Euro im Monat und 350 Tausend im Jahr, ein paar Absätze später 40 bis 50 Tausend im Monat und dazwischen 217 Tausend in neun Monaten. Beworben werden 297 Euro, das Formular verlangt 353,43 Euro, und der Gutscheincode im Kaufknopf senkt den Preis nicht.

Beim Content Profit System dienen Einnahme-Screenshots des Anbieters als Beleg, der schreibt, er arbeite 15 bis 20 Stunden pro Woche. Beworben werden 97 Euro, das Formular verlangt 115,43 Euro. Wer bei den Einnahmen großzügig rechnet, rechnet oft auch beim Preis großzügig.

4. Kleine Beträge, schnelle Versprechen

30 Euro am Tag klingen bescheiden und sind trotzdem unbelegt.

InstaBusiness fragt, ob 30 Euro am Tag nur mit Instagram möglich sind, und verspricht die erste Provision schon morgen. Die Einkommensbeispiele sind Screenshots ohne Nachweis. Beworben werden 29 Euro, das Formular verlangt 57,17 Euro, weil zwei Zusätze bereits angekreuzt sind; mehr dazu im Ratgeber zu vorausgewählten Zusatzprodukten.

E-Mail-Marketing Boss kostet 97 Euro mit null Erstattungstagen. Statt der Zahl der Lektionen bekommst du Einkommens-Screenshots und die Vorstellung eines Handys, das wegen der vielen Provisionen ständig bimmelt.

5. Wie sieht ein echter Nachweis aus?

Vollständig, über einen Zeitraum, mit Verlusten, oder gar keine Zahlen.

Der Signaldienst TradingCode listet alle 176 Trades seit Februar 2026 auf: 94 Gewinner, 25 Verlierer, 57 ohne Ergebnis, größter zwischenzeitlicher Rückgang 2,9 Prozent. Daraus lässt sich sogar nachrechnen, dass die beworbene Trefferquote von 79 Prozent nur Gewinner gegen Verlierer zählt; mit allen Trades sind es 53 Prozent. So sieht Transparenz aus.

Die ehrlichste Lösung ist der Verzicht. Der Guide Online-Business nebenberuflich aufbauen für 17 Euro zeigt keine Auszahlungs-Screenshots und schreibt im Formular, dass es keine Garantie für Umsätze oder Einnahmen gibt. Neun Online-Business-Modelle für 17 Euro verzichtet ebenfalls auf Umsatzzahlen. Beide tragen unser Urteil „Lohnt sich“.

Häufige Fragen

Sind Einnahme-Screenshots gefälscht?

Das können wir nicht beurteilen. Auch echte Screenshots sagen nichts darüber, was Käufer verdienen.

Welche Zahl sollte eine Seite nennen?

Wie viele Käufer in welchem Zeitraum welche Einnahmen erzielt haben, einschließlich derer ohne Ergebnis.

Warum zahle ich bei InstaBusiness 57,17 Euro?

Weil zwei Zusätze im Formular bereits angekreuzt sind. Ohne sie kostet der Kurs 29 Euro.

Gibt es Kurse ohne Einkommensversprechen?

Ja, etwa Online-Business nebenberuflich aufbauen und Neun Online-Business-Modelle für je 17 Euro.

Quellen

Die Regeln der Plattform und die Gesetzesstellen in diesem Ratgeber stammen aus diesen Seiten, gelesen am . Preise und Bedingungen einzelner Produkte stammen aus unseren Bewertungen und sind dort datiert.

Klarurteil veröffentlicht Angebotsprüfungen, keine Praxistests. Kaufst du über einen Werbelink auf einer Bewertungsseite, erhalten wir möglicherweise eine Provision; sie ändert keinen Score. Nichts auf dieser Seite ist Anlage-, Rechts- oder medizinische Beratung.

Weiterlesen

Weitere Ratgeber

Alle Ratgeber

KI-E-Books erkennen: Worauf du vor dem Kauf achtest

Checkliste 4 Min. Lesezeit

KI-E-Books erkennen: Worauf du vor dem Kauf achtest

Ob ein E-Book von einer Maschine geschrieben wurde, lässt sich von außen selten beweisen. Was sich prüfen lässt, sind Autor, Umfang, Stand und Rückgabe. Fehlt das alles, spielt die Frage nach der KI kaum noch eine Rolle.

E-Book-Pakete und Bundles: Wann sich das Paket lohnt

Checkliste 4 Min. Lesezeit

E-Book-Pakete und Bundles: Wann sich das Paket lohnt

Ein Paket verspricht mehr Inhalt für weniger Geld. Das stimmt, wenn du die Einzelpreise kennst, die Titel siehst und das Formular dasselbe berechnet wie die Seite. In unserem Katalog ist das längst nicht immer so.

PLR und Wiederverkaufsrechte: Was du wirklich kaufst

Kategorie-Ratgeber 4 Min. Lesezeit

PLR und Wiederverkaufsrechte: Was du wirklich kaufst

Mit einer PLR- oder MRR-Lizenz kaufst du das Recht, fremde Inhalte als eigenes Produkt zu verkaufen. Dasselbe Recht haben alle anderen Käufer auch. Das ist der Punkt, den fast jede Verkaufsseite weglässt.