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Geld & Finanzen

Girokonto wechseln: Ablauf, Kontowechselservice und Fristen

So läuft ein Kontowechsel ab: neues Konto eröffnen, Kontowechselservice nutzen, Daueraufträge übertragen, Zahlungspartner informieren und das alte Konto sauber schließen.

Girokonto wechseln: Ablauf, Kontowechselservice und Fristen

Wie läuft ein Girokonto-Wechsel ab?

Du eröffnest ein neues Konto, beauftragst den Kontowechselservice, lässt Daueraufträge und Lastschriften übertragen, informierst Arbeitgeber und Zahlungspartner und kündigst danach das alte Konto schriftlich. Wichtig ist eine lückenlose Übergangszeit.

Der Ablauf ist in Deutschland gesetzlich geregelt: Banken sind verpflichtet, einen Kontowechselservice anzubieten. Du erteilst der neuen Bank eine Vollmacht, und sie fordert die nötigen Daten bei der alten Bank an. Danach werden Daueraufträge eingerichtet und Lastschriften sowie eingehende Überweisungen umgestellt.

Du musst also nicht jeden Vertragspartner einzeln anschreiben, solltest die Liste aber kontrollieren. Rechne mit einer Übergangszeit, in der beide Konten laufen. Frage bei der neuen Bank nach dem genauen Zeitplan und den Fristen, denn sie unterscheiden sich je nach Institut.

Plane den Wechsel am besten für eine ruhige Zeit im Monat, in der keine größeren Zahlungen anstehen. Wer Gehalt oder Rente bezieht, sollte den Zahlungseingang früh auf das neue Konto lenken lassen und kurz nachprüfen, ob die erste Überweisung korrekt eingetroffen ist.

Was bereitest du vor dem Wechsel vor?

Sammle alle regelmäßigen Zahlungen der letzten Monate: Miete, Versicherungen, Verträge, Daueraufträge, Gehaltseingang. Prüfe, welche Karten und Apps am alten Konto hängen und ob offene Beträge oder Überziehungen bestehen.

Am besten gehst du die Kontoauszüge der letzten Monate durch und markierst jede wiederkehrende Buchung. So findest du auch seltene Zahlungen, die schnell vergessen werden, etwa jährliche Beiträge. Eine Tabelle mit Empfänger, Rhythmus und Zahlungsweg macht den Überblick einfach.

Prüfe außerdem, ob am alten Konto Sparpläne, Wertpapierdepots oder Zahlungsdienste hängen. Auch hier hilft eine einfache Struktur. Wer Einnahmen und Ausgaben ohnehin ordnen möchte, kann den Wechsel als Anlass für einen Haushaltsplan nutzen. Vergiss dabei nicht die Zugangsdaten und Freigabeverfahren der neuen Bank. Richte die Banking-App in Ruhe ein, prüfe die Sicherheitseinstellungen und lege dir ein Lesezeichen für die echte Anmeldeseite an, bevor die ersten Buchungen laufen.

Das gehört auf deine Liste

  • Daueraufträge wie Miete oder Sparraten
  • Lastschriften für Versicherungen und Verträge
  • Gehalt, Rente oder andere regelmäßige Eingänge
  • Karten, Apps und Zahlungsdienste am alten Konto
  • Offene Überziehungen oder Kreditlinien
  • Gemeinsame Konten und Vollmachten

Was übernimmt der Kontowechselservice?

Der Service überträgt auf Wunsch Daueraufträge und Lastschriften und informiert Zahler und Empfänger über die neue Kontoverbindung. Er ersetzt nicht die Prüfung deiner Liste und nicht die Kündigung des alten Kontos.

Der Service spart viel Schreibarbeit, weil die neue Bank die Umstellung koordiniert. Dennoch bleiben Aufgaben bei dir: Du entscheidest, welche Aufträge übertragen werden, und kontrollierst, ob alle Buchungen wirklich ankommen. Besonders bei Zahlungen, die nur selten laufen, lohnt ein zweiter Blick.

Sinnvoll ist es, in den ersten Wochen nach dem Wechsel beide Konten im Auge zu behalten und das Guthaben auf dem alten Konto nicht komplett abzuziehen. So deckst du Nachzügler ab, ohne dass eine Lastschrift ins Leere läuft.

Bewahre eine Kopie des Auftrags und der Bestätigungen auf. Falls ein Zahlungspartner nach dem Wechsel noch auf das alte Konto bucht, kannst du so nachweisen, wann die Umstellung beauftragt wurde, und die Angelegenheit mit der Bank oder dem Partner schnell klären.

Wann und wie kündigst du das alte Konto?

Kündige das alte Konto erst, wenn alle Zahlungen umgezogen sind und keine Buchungen mehr eingehen. Die Kündigung erfolgt schriftlich oder über den Bankweg, den die alte Bank vorsieht. Bewahre die Bestätigung auf.

Reihenfolge der Schritte

  1. Neues Konto eröffnen und Zugang prüfen
  2. Kontowechselservice beauftragen
  3. Liste der Zahlungen kontrollieren
  4. Beide Konten einige Wochen parallel beobachten
  5. Altes Konto kündigen und Bestätigung aufbewahren

Beim Kontowechselservice kann die Kündigung Teil des Auftrags sein. Lies in diesem Fall den Auftrag genau und notiere dir das Datum. Wenn du selbst kündigst, halte die Bedingungen der Bank bereit und achte darauf, dass Karten zurückgegeben oder vernichtet werden.

Lass dir nach der Schließung eine Bestätigung geben und prüfe den Schlussabschluss. Ein ruhiges Vorgehen ohne Zeitdruck vermeidet Rücklastschriften und Mahnungen, die sonst entstehen können, wenn eine Zahlung noch auf das alte Konto zielt. Frage bei der alten Bank nach, ob und wie ein Restguthaben ausgezahlt wird, und gib dort deine neue Kontoverbindung an. Notiere dir das Datum der Schließung. Eine kurze Prüfung der letzten Kontoauszüge zeigt, ob wirklich keine offenen Buchungen mehr bestehen.

Welche Ratgeber unterstützen beim Wechsel?

Praktische Ratgeber bündeln Checklisten und Musterbriefe rund um das Konto. Achte darauf, dass Umfang, Anbieter und Grenzen klar beschrieben sind und die Hilfen zu deiner Situation passen.

Der PDF-Ratgeber Konto und Bank leicht gemacht umfasst 22 Seiten zu Girokonto, Gebühren, Dispo und Betrug, dazu einen Rechner im Browser. Laut Beschreibung geht es auch um den Bankwechsel, und es gibt fünf Musterbriefe sowie eine Checkliste.

Für die Sicherheit des neuen Zugangs bietet das E-Book Online-Banking sicher leicht gemacht einen Notfallhelfer mit vier Musterbriefen. Wer die Finanzen danach ordnen will, findet im E-Book Haushaltsbudget einfach verwalten einen 30-Tage-Plan mit Zielen zu Einnahmen, Ausgaben und Sparzielen. Mehr dazu steht in der Kategorie Geld & Finanzen.

Wichtig ist, dass du Ratgeber als Orientierung nutzt und Entscheidungen selbst triffst. Ein Ratgeber ersetzt weder die Auskunft deiner Bank noch eine Rechtsberatung. Prüfe vor jedem Kauf die Angaben zu Umfang, Anbieter und Bedingungen im Bestellformular von Digistore24.

Was kommt nach dem Wechsel: Sparen und Anlegen?

Nach dem Wechsel lohnt ein Blick auf Rücklagen und Geldanlage. Einsteiger können sich zuerst mit Grundbegriffen wie Tagesgeld, Fonds und ETF vertraut machen, bevor sie Entscheidungen treffen. Dies ist keine Anlageberatung.

Ein Konto ist die Basis für den Alltag, Geldanlage ist ein eigenes Thema. Ein ruhiger Einstieg beginnt mit den Begriffen und mit der Frage, welche Rücklage du für Unvorhergesehenes brauchst. Erst danach stellt sich die Frage nach einzelnen Anlageformen.

Der 22-seitige Ratgeber Geld anlegen leicht gemacht verzichtet laut Beschreibung ausdrücklich auf Produktempfehlungen und Renditeangaben und enthält einen Sparrechner im Browser. Wie Garantiezusagen auf Digistore24 zu lesen sind, erklärt unser Leitfaden zur Rückgabefrist.

Gehe in kleinen Schritten vor. Zuerst ein Überblick über Einnahmen und Ausgaben, dann die Rücklage, später mögliche Anlageformen. So behältst du die Kontrolle und entscheidest erst, wenn du die Begriffe verstanden hast. Ein Überblick ersetzt keine persönliche Beratung.

Häufige Fragen

Wie lange dauert ein Kontowechsel?

Die Dauer hängt von den beteiligten Banken ab. Frage bei der neuen Bank nach dem Zeitplan des Kontowechselservice und plane eine Übergangszeit ein, in der beide Konten parallel laufen.

Muss ich alle Zahlungspartner selbst informieren?

Meist nicht. Der Kontowechselservice informiert Zahler und Empfänger über die neue Verbindung. Du solltest aber prüfen, ob Zahlungen mit seltenem Rhythmus oder Sonderfälle erfasst wurden.

Kann ich mehrere Konten gleichzeitig führen?

Ja, das ist möglich und in der Übergangsphase sinnvoll. So fängst du Nachzügler ab. Schließe das alte Konto erst, wenn keine Buchungen mehr eintreffen und alle Verträge umgestellt sind.

Ersetzt dieser Text eine Beratung durch meine Bank?

Nein. Der Beitrag gibt allgemeine Informationen und keine Rechts- oder Finanzberatung. Die genauen Abläufe und Fristen erfährst du bei deiner Bank oder einer Verbraucherzentrale.

Quellen

Die Regeln der Plattform und die Gesetzesstellen in diesem Ratgeber stammen aus diesen Seiten, gelesen am . Angaben zu einzelnen Produkten stammen aus unseren Bewertungen und sind dort datiert.

Klarurteil stellt Angebote vor, keine Praxistests. Kaufst du über einen Werbelink auf einer Bewertungsseite, erhalten wir eine Provision. Nichts auf dieser Seite ist Anlage-, Rechts- oder medizinische Beratung.

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