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Geld & Finanzen

CFD einfach erklärt: Wie ein Differenzkontrakt funktioniert

Ein CFD bildet die Kursänderung eines Basiswerts nach, ohne dass du ihn besitzt. So funktionieren Differenzkontrakte, Hebel und Risikohinweise.

CFD einfach erklärt: Wie ein Differenzkontrakt funktioniert

Was ist ein CFD?

Steigt der Kurs des Basiswerts nach deiner Eröffnung einer Long-Position, entsteht ein Gewinn in Höhe der Differenz. Fällt er, entsteht ein Verlust. Bei einer Short-Position ist es umgekehrt. Du hast also keinen Anspruch auf die Aktie, den Index oder das Metall, nur auf die Differenz.

Als Basiswerte sind je nach Anbieter Indizes, Währungspaare, Rohstoffe und Einzelwerte üblich. Weil der Vertrag nur die Differenz abbildet, lassen sich auch fallende Kurse handeln. Das gehört zu den Gründen, warum CFDs in der Aufklärung von Aufsichtsbehörden ausführlich behandelt werden.

Wie wirkt der Hebel bei CFDs?

Der Hebel erlaubt es, mit einer Sicherheitsleistung (Margin) eine größere Position zu bewegen. Gewinne und Verluste verstärken sich im Verhältnis des Hebels, was Verluste schnell groß werden lassen kann.

Stell dir einen Hebel von zehn vor. Eine Kursänderung von einem Prozent führt dann zu einer Änderung von rund zehn Prozent auf das hinterlegte Kapital. Das gilt im Plus wie im Minus. Je höher der Hebel, desto enger liegt der Spielraum bis zum Verlust der Margin.

Für Privatkunden gelten in der EU Grenzen für den Hebel, die je nach Basiswert unterschiedlich ausfallen. Prüfe die Bedingungen deines Anbieters und die Regelung zum Schutz vor Nachschüssen. Beides steht in den Risikohinweisen und im Kundenvertrag.

Welche Handelskosten gibt es?

Typisch sind der Spread zwischen Kauf- und Verkaufskurs und eine Finanzierungsgebühr für Positionen, die über Nacht offen bleiben. Manche Anbieter berechnen zusätzlich Kommissionen. Das Verzeichnis des Anbieters nennt die Details.

Der Spread fällt bei jedem Handel an. Wer häufig handelt, spürt ihn stärker. Bei Positionen über Nacht wird ein Finanzierungsaufschlag oder eine Gutschrift berechnet, je nach Richtung und Basiswert. Wie sich das bei dir auswirkt, ergibt sich aus den Konditionen des Anbieters.

Gerade für Swingtrader ist die Haltedauer deshalb relevant. Plane diese laufenden Posten ein, bevor du einen Trade beginnst. Sie sind kein Geheimnis, sondern stehen in den Konditionen. Wer sie kennt, kann sie in seinen Plan einrechnen.

Welche Risikohinweise gehören dazu?

Anbieter müssen Privatkunden darauf hinweisen, dass CFDs wegen des Hebels schnell zu Verlusten führen können. Lies diese Hinweise vor dem Handel und handle nur mit Kapital, dessen Verlust du verkraften kannst.

Die BaFin und andere Aufsichtsbehörden informieren auf ihren Seiten über Risiken von CFDs. Dort findest du erklärt, warum diese Produkte als komplex gelten. Lies die Risikohinweise deines Anbieters sorgfältig und nutze, wenn möglich, ein Demokonto für erste Schritte.

Ein Stop-Loss kann Verluste begrenzen, garantiert aber keinen Ausführungskurs, wenn der Markt schnell springt. Positionsgröße und Hebel solltest du so wählen, dass ein einzelner Verlust dein Konto nicht gefährdet. Dieser Text ist keine Anlageberatung.

Vor dem ersten CFD-Trade

  • Risikohinweise des Anbieters lesen
  • Hebel und Margin-Regeln prüfen
  • Spread und Finanzierungsaufschlag nachsehen
  • Stop-Loss und Positionsgröße festlegen
  • zuerst im Demokonto üben

Was unterscheidet einen CFD vom Direktkauf?

Beim Direktkauf gehört dir die Aktie, der ETF oder das Metall. Beim CFD hast du nur einen Vertrag über die Kursdifferenz, kannst aber auch auf fallende Kurse setzen und mit Hebel arbeiten.

Wer eine Aktie direkt kauft, wird Eigentümer und kann sie beliebig lange halten. Ein Hebel ist dabei nicht im Spiel, der mögliche Verlust ist auf den Einsatz begrenzt. Beim CFD sind Hebel und Finanzierung Teil des Produkts, was die Rechnung anspruchsvoller macht.

Beim CFD kannst du auch auf fallende Kurse setzen, ohne den Basiswert zu leihen. Dafür fallen Spread und Finanzierungsaufschläge an. Welche Variante zu deinem Ziel passt, ist eine persönliche Entscheidung. Dieser Text ist keine Anlageberatung.

Woran erkennst du einen regulierten Anbieter?

Prüfe, ob der Anbieter bei einer Aufsicht wie der BaFin geführt wird, ein vollständiges Impressum nennt und Risikohinweise sowie Bedingungen offen bereitstellt. Frage im Zweifel bei der Verbraucherzentrale nach.

Die BaFin führt Verzeichnisse beaufsichtigter Unternehmen. Ein Blick dort zeigt, ob ein Anbieter erfasst ist. Auch ausländische Anbieter, die in Deutschland tätig sind, müssen bestimmte Anforderungen erfüllen. Seriöse Anbieter nennen Firmensitz, Handelsregisternummer und Kontaktmöglichkeiten. Ein Blick auf diese Angaben dauert nur wenige Minuten und schafft Klarheit, bevor du persönliche Daten weitergibst.

Prüfe außerdem, ob Bedingungen, Leistungsverzeichnis und Risikohinweise leicht zu finden sind. Das gilt auch für Anbieter von Signaldiensten und Kursen: Ein vollständiges Impressum ist ein gutes Zeichen. Wie du es liest, erklärt der Ratgeber zum Impressum.

Welche Angebote arbeiten mit CFDs?

Signaldienste nennen oft Einstieg, Stop und Ziel für CFD-Positionen auf Indizes, Währungen und Metalle. Die Beispiele hier unterscheiden sich in Markt, Frequenz und Handelsstil.

Die CFD Daytrading-Signale von Corvin Schmoller liefern zwei bis fünf Signale pro Tag auf DAX, Dow, Nasdaq, EUR/USD und Gold, laut Anbieter auch mit Order-Typ und Positionsgröße. Die CFD Swingtrading Signale von Karsten Kagels kommen zwei- bis dreimal pro Woche per E-Mail und enthalten Einstieg, Stop-Loss, Ziel und Teilgewinnmitnahme.

Wer sich auf einen Markt beschränken möchte, findet in den EUR/USD Daytrading-Signalen ein bis drei Signale pro Handelstag auf das liquideste Währungspaar der Welt. Die Gold- und Silber-Signale nennen ihre Frequenz offen mit ein bis zwei Signalen pro Monat. Alle Angebote der Rubrik stehen in der Kategorie Geld & Finanzen. Hinweise zur Einordnung von Anbietern gibt der Ratgeber Impressum prüfen vor dem Kauf.

Häufige Fragen

Sind CFDs für Anfänger geeignet?

Aufsichtsbehörden stufen CFDs als komplexe Produkte ein. Wer einsteigt, sollte Risikohinweise lesen, Hebel und Margin verstehen und zuerst im Demokonto üben. Diese Antwort ist keine Anlageberatung.

Was passiert, wenn die Margin nicht reicht?

Der Anbieter kann zusätzliche Mittel verlangen oder Positionen automatisch schließen. Die genauen Regeln stehen in den Bedingungen, ebenso ob für Privatkunden ein Schutz vor Nachschüssen gilt.

Besitze ich bei einem CFD die Aktie oder den Index?

Nein. Du hast einen Vertrag mit dem Anbieter über die Kursdifferenz. Rechte wie Stimmrechte entstehen daraus nicht. Ob Ausgleichszahlungen für Dividenden vorgesehen sind, regeln die Bedingungen des Anbieters.

Quellen

Die Regeln der Plattform und die Gesetzesstellen in diesem Ratgeber stammen aus diesen Seiten, gelesen am . Angaben zu einzelnen Produkten stammen aus unseren Bewertungen und sind dort datiert.

Klarurteil stellt Angebote vor, keine Praxistests. Kaufst du über einen Werbelink auf einer Bewertungsseite, erhalten wir eine Provision. Nichts auf dieser Seite ist Anlage-, Rechts- oder medizinische Beratung.

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